„All the ingredients are there for a new boom in amateur radio. But what to call it? Audioblogging? Podcasting? GuerillaMedia?“
Der Journalist Ben Hammersly prägte den Begriff in dieser Einleitung seines Artikels für die britische Zeitung The Guardian im Februar 2004. Er schrieb darin über den neuen Boom im Bereich „online amateur radio“, und suchte nach einem Wort, das die Strömung aus Blogging, privaten Audioproduktionen und mobilem Hören zusammenfassen sollte. Heute können wir froh sein, dass es nicht das sperrige GuerillaMedia geworden ist. Auch wenn das irgendwie rebellisch und cool klingt.
Das englische Schachtelwort setzt sich aus den Teilen Pod und Cast zusammen. Pod steht dabei für play on demand (auf Abruf abspielen) und betont somit die zeitliche Unabhängigkeit der Hörer:innen vom gesendeten Programm. Der Wortteil Pod wird auch in Verbindung mit dem iPod gebracht, einem MP3-Player aus den frühen 2000er Jahren. Und der iPod wiederum soll seinen Namen nach den kleinen Raumkapseln (Extravehicular Activity pods) aus dem Film 2001 - A Space Oddysee haben. Wir erheben hier keinen Anspruch auf absolute Wahrheit, das kann auch eine urbane Legende sein. Passen würde es aber.
Cast entstammt dem Wort Broadcasting (Rundfunk). Genauso gut könnte es aber auch Narrowcasting entlehnt sein (von narrow = schmal), was meint, dass die Inhalte auf eine spitze Zielgruppe ausgerichtet sind, statt auf eine breite Masse.